Gambrinus Niedergeislbach e.V.

Schützenverein

Vereinsgeschichte

Auszug aus der Festschrift zur Fahnenweihe 1984:

Im Jahr 1904 gründeten 13 Männer aus Niedergeislbach und Umgebung in der Gastwirtschaft Reiser einen Schützenverein. Sie nannten sich 'Gambrinus-Schützen Niedergeislbach' und beschlossen, sich in ihrem Vereinslokal allwöchentlich in den Wintermonaten zu Schießübungen zu treffen.

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Warum nannten sie sich 'Gambrinus-Schützen'?
Hierzu können wir nur Vermutungen anstellen. Gambrinus war, der Sage nach, ein flandrischer König, der zur Zeit Karls des Großen gelebt haben soll. Er gilt als der Erfinder des Bierbrauens und ist der Schutzeherr der Brauer. Die Namensgebung läßt uns vermuten, daß die Vereinsgründer gesellige Leute waren, die sich sowohl allwöchentlich zu Schießübungen mit dem Zimmerstutzen trafen, als auch gern in froher Runde den edlen Gerstensaft tranken, den der hl. Gambrinus vor mehr als tausend Jahren erfunden haben soll.

1914 wurden mehrere Vereinsmitglieder zum Kriegsdienst einberufen. Das Vereinsleben stagnierte.

Im Fasching 1927 hat der Verein in der Ortschaft Niedergeislbach einen großen Umzug veranstaltet, an dem sich viele junge Leute beteiligt haben. Am Abend fand der alljährliche Schützenball statt.

In der Zeit des Dritten Reichs erlosch das Vereinsleben. Viele ehrenamtliche Vereinsmitglieder wurden im 2. Weltkrieg zum Wehrdienst einberufen, einige von ihnen sind gefallen und in fernen Ländern zur letzten Ruhe bestattet.

Der Verein 'Gambrinus-Schützen Niedergeislbach' wurde in seinem alten Stammlokal am 7. Januar 1951 wieder ins Leben gerufen.

Alljährlich wurde am 2. Weihnachstfeiertag mit großer Beteiligung der Nachbarvereine ein Christbaumfest mit einer Versteigerung zur Aufstockung der Vereinskasse durchgeführt. Wenige Jahre nach der Neugründung entschloß man sich, eine Fahnenweihe abzuhalten. 1955 war es dann so weit.

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1970 feierten die Isental-Schützen Lengdorf ihre Fahnenweihe, bei der die Gambrinus-Schützen Niedergeislbach die Patenschaft übernahmen.

Am 30.04.1979 schloß nach wiederholter Ankündigung Georg Steinberger endgültig das Vereinslokal.

Die Gambrinus-Schützen fanden ein neues Heim im Gasthaus Martha Scharl in Thann. Die Wirtin stellte zur Errichtung einer Schießstätte sowohl das Grundstück als auch das Material zur Verfügung. In über 500 freiwilligen Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder wurde eine neue Schießanlage mit 8 automatischen Schießständen für Luftgewehr und Luftpistole geschaffen. Die neuen Schießstände garantieren den Gambrinus-Schützen eine einwandfreie Abwicklung ihrer Schießabende.

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